Community Glitz ist das Event für Community Builder. Es gibt so viele Veranstaltungen für Social Media Manager, doch keine für Community Manager. Das wollte ich ändern. In einem neuen Format. Keine Konferenz. Kein BarCamp. Sondern ein lebendiges Format dazwischen.
Konferenzen sind toll und ich nehme immer etwas mit, doch auf der Bühne geht es meist nicht um die Themen, mit denen ich mich aktuell beschäftige. Das war mein Antrieb.
Im März 2025 war es dann soweit: Die erste Community Glitz. Im folgenden findest Du ein paar Highlights, aus zwei intensiven Tagen voller Austausch, Inspiration und Aha-Momenten. Du willst dabei sein? Am 18. und 19. März 2026 geht die Community Glitz in die nächste Runde.
Communities sind kein Nice-to-have. Sie sind Strategie.
✨ Communities sind keine nette Social Media Spielwiese, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor für Open Innovation.
Wie Isabelle Schütz von der Allianz es auf den Punkt brachte: Versicherungen müssen nicht tröge sein, sondern können durch Communities echte Innovation vorantreiben. Das Zauberwort lautet: Mitspracherecht. Die Kunden wollen nicht nur Produkte konsumieren, sondern einen Blick hinter die Kulissen werfen und mitgestalten. „Wie cool ist es, wenn der Kunde sagen kann: Ich habe das mitgestaltet!“
Weg von der Marketing-Einbahnstraße, hin zu einer echten Zusammenarbeit.
Klassische Marktforschung? Oft eine Einbahnstraße.
✨ Die klassische Marktforschung ist oft eine Einbahnstraße. Da werden Umfragen verschickt, Daten gesammelt und… dann? Viel zu oft verschwinden die Ergebnisse in irgendeiner Schublade, und die Teilnehmenden hören nie wieder davon.

In gut geführten Communities sieht das anders aus:
- Kontinuierliches Feedback geben
- Transparent kommunizieren, was mit dem Feedback passiert
- Nächste Schritte klar benennen
- Den Fortschritt sichtbar machen
So machst du aus passiven Teilnehmenden aktive Mitgestalter– und nebenbei auch aus Hatern Lover. Denn wie wir gelernt haben: Persönliche Aufmerksamkeit wirkt wahre Wunder und nimmt Kritikern den Wind aus den Segeln.
17.000 Communities. 170.000 Mitarbeitende.
✨ Achim Brück gab Einblicke in die interne Community-Welt von Mercedes: 17.000 Communities im Konzern. 7.000 davon aktiv. Eine Plattform, die 170.000 Mitarbeitende weltweit verbindet. Zwei der vielen Erfolgsfaktoren: Eine Community… für Community Manager! Seit 2018 bieten sie Qualifizierungen an, unterstützen sich gegenseitig und teilen Best Practices. Sowie eine interne Lernreise für Community Manager:innen.
KI verändert Communities
✨ Sven Winter von GuteFrage berichtete, wie sie KI bereits seit 2017 in der Moderation einsetzen, und welche Veränderungen sie beobachten:
„Was soll in den Lebenslauf? Wie löse ich diese Schulaufgabe? Solche Fragen wandern immer mehr zur KI. Dafür steigt die persönliche Interaktion bei subjektiven Themen.“ KI funktioniert gut für die Pre-Moderation von Beiträgen, zur Erkennung problematischer Inhalte und zur Analyse von Engagement-Mustern und Trendthemen. Communities verändern sich. Nicht zum Schlechteren, sondern sie fokussieren sich auf das, was Menschen am besten können: persönliche Verbindungen, Empathie, subjektive Erfahrungen. Wird KI uns ersetzen? Die einhellige Meinung: Nein, aber sie wird unsere Rolle verändern.
Community-zentriertes Denken statt Marketing-Hülle
✨ David Wagner von der Munich Business School widmete sich dem Unterschied zwischen Marketing-fokussiertem und Community-zentriertem Denken. Zu oft wird Community Management noch auf Marketing-Ziele reduziert. Aber der wahre Wert entsteht dort, wo Communities strategisch in alle Unternehmensbereiche eingebunden werden.
Die entscheidende Frage ist nicht: „Was wünschen sich unsere Nutzer?“ Sondern: „Welche Herausforderungen haben sie, und wie können wir gemeinsam Lösungen finden?“
Praxistipp: Positioniere deine Community breiter im Unternehmen:
- Verbinde Community-Insights mit Produktentwicklung
- Schaffe regelmäßige Austauschformate mit verschiedenen Abteilungen
- Teile Erfolgsgeschichten aus der Community unternehmensweit
- Mache deutlich: Community ist kein Nice-to-have, sondern ein strategischer Asset

KPIs sind kein Selbstzweck
✨ Daniele Bozzi von Personio zeigte auf, wie sich eine Community im Wandel der Zeit verändert, von einer Support-Community hin zu einer Community of Practice. Sophie Link vom JOYclub nahm uns mit in die Welt der kulturellen Unterschiede, gerade im Bereich der Moderation und mit Andrea Pawlowski von Golem sind wir in die Untiefen der Strategieentwicklung abgetaucht.
✨ KPIs sind kein Selbstzweck. Die Vorstände wollen immer große Zahlen sehen, aber wie mehrere Teilnehmende betonten: Der Impact ist wichtiger als die reine Größe. „Die entscheidende Frage ist: Was passiert, wenn sie steigen oder fallen? Habe ich einen Anpack-Punkt?“ (Sven von GuteFrage)
Lieber eine kleinere, aber hochengagierte Community als eine große, aber inaktive Masse. Qualität über Quantität.
Praxistipp: Entwickle ein ausgewogenes KPI-System:
- Engagement-Metriken (Aktivität, Antwortquoten, etc.)
- Qualitative Indikatoren (Zufriedenheit, Erfolgsgeschichten, Testimonials)
- Business-Impact (Produktverbesserungen, Support-Entlastung, Conversion)
- Kulturelle Entwicklung (Zusammenarbeit, Wissensaustausch)
✨ Manchmal musst du den Mut haben, deine Community zu bereinigen. Ja, die Zahlen gehen kurzfristig runter, und das kann wehtun – besonders wenn du sie deinem Chef präsentieren musst. Aber langfristig steigen die KPIs, die wirklich zählen: Engagement, Relevanz und echter Business-Impact.
Das Wichtigste in Kürze
- Community Management ist Beziehungsarbeit – im Kern geht es darum, echte menschliche Verbindungen zu schaffen. Zwischen Unternehmen und Kunden, aber auch zwischen den Community-Mitgliedern.
- Der Mut zu Veränderung zahlt sich aus – ob es darum geht, eine Community zu bereinigen, neue Formate auszuprobieren oder KI einzusetzen. Die größten Erfolge entstehen oft, wenn wir uns aus unserer Komfortzone wagen.
- Von KPIs zu Impact – die wirklich wertvollen Kennzahlen sind nicht die, die gut aussehen, sondern die, die uns Handlungsmöglichkeiten geben.
✨ Community Management ist viel mehr als nur Kommentare moderieren oder Engagement-Zahlen steigern. Es ist ein strategischer Ansatz, der richtig umgesetzt das Potenzial hat, ganze Unternehmen zu transformieren.
Oder um es mit den Worten aus meinem Dezember-Newsletter zu sagen: „Glitzer ist gut, Strategie ist besser.“ Nach diesem Event füge ich hinzu: Beides zusammen – die funkelnde Begeisterung und das strategische Denken – das ist die wahre Community-Magie. ✨🦄
Glitzer ist gut, Strategie ist besser, aber zusammen sind sie unschlagbar!
Community Glitz 2026 – Sei dabei
Am 18. und 19. März geht die Community Glitz in München in die zweite Runde. Sei dabei. Kontakt



