In dieser Folge von Mapping Ties habe ich mit Sophie August über die verschiedenen Bausteine des Community-Aufbaus gesprochen: psychologischer Sicherheit in internen Gemeinschaften, dem Aufdecken und Entwickeln ihres Zwecks und dem Engagement.
Working Out Loud
Das Working Out Loud Modell beschreibt einen 12-wöchigen Lernkurs, der aus Lernzirkeln besteht, welche aus 3-4 Personen zusammengesetzt sind. Innerhalb ihrer Gruppe verfolgen sie ein gemeinsames Ziel. Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden einen Leitfaden, der alle notwendigen Informationen enthält. Ziel des Modells ist es, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern.
Ein wesentlicher Lernaspekt dieses Modells ist, dass man immer mit einer kleinen Gruppe von Personen beginnen sollte. In einer Gruppe von 100 Personen würden viele Menschen nicht interagieren, jedoch ist die Dynamik in einer Gruppe von nur fünf Personen deutlich anders. Die Kultur, die sich aus den ersten fünf Personen entwickelt, wird sich auch auf größere Gruppen übertragen und stabil bleiben.
Hauptprobleme in Unternehmen
Unternehmen befinden sich üblicherweise in zwei Phasen in Bezug auf ihre Community. Entweder sie haben bereits eine Community, in der wenig Engagement stattfindet und sie benötigen Unterstützung an dieser Stelle. Oft sind Zielgruppe und Thema zu weit voneinander entfernt. Zu viele Menschen werden mit zu vielen Themen angesprochen, es gibt dabei keine Nischen. An dieser Stelle unterstütze ich in der Regel dabei, die Strategie neu auszurichten, damit das Unternehmen auch einen Mehrwert von der Community erhält.
Alternativ kommen Unternehmen auf mich zu und möchten von Anfang an eine Community aufbauen. In diesem Fall helfe ich dabei, herauszufinden, welche Vorteile das Unternehmen aus einer Community ziehen kann.
Engagement
Unternehmen brauchen keine große Anzahl von Mitgliedern, um eine erfolgreiche Community zu etablieren. Oft wird der Wert einer Community immer noch an der Mitgliederzahl gemessen. Jedoch sind in der Regel nur etwa 20% der Mitglieder wirklich aktiv und engagiert. Daher ist es entscheidend, mit einer kleinen Gruppe von aktiven Mitgliedern zu starten.
Community Circle Model
Das Community Circle Model ist eine Methode, die ich aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung in Communities entwickelt habe. Es umfasst vier zentrale Aspekte:
- Strategie: Eine solide Strategie bildet das Rückgrat jeder erfolgreichen Gemeinschaft. Sie legt die Richtung und den Zweck der Gemeinschaft fest, lenkt das Wachstum und stellt sicher, dass die Ziele der Organisation erreicht werden.
- Kultur: Eine starke Gemeinschaftskultur fördert das Gefühl der Zugehörigkeit und schafft ein Umfeld, in dem sich die Mitglieder wohl fühlen und offen austauschen können.
- Plattform: Die Plattform fungiert als der virtuelle oder physische Raum, in dem sich die Mitglieder der Gemeinschaft treffen, verbinden und Informationen austauschen können.
- Community-Manager: Community-Manager:innen spielen eine entscheidende Rolle bei der Leitung und Pflege der Community. Sie unterstützen die Interaktionen zwischen den Mitgliedern und fördern ein positives Umfeld innerhalb der Gemeinschaft.
Diese vier Aspekte sind eng miteinander verbunden und bedingen einander. Wenn auch nur einer dieser Aspekte vernachlässigt wird, kann dies die Gesamtleistung und das Bestehen der Community beeinträchtigen. Die Integration und richtige Ausgestaltung aller vier Aspekte sind entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Gemeinschaft.
Wenn Du noch mehr über das Community Circle Model erfahren möchtest, dann schaue bei Das Community Circle Model: Ein Modell für den Aufbau starker und engagierter Communities vorbei.
Ein Publikum ist keine Community
Eine echte Community bietet einen Raum, in dem gemeinsame Ziele geteilt werden. Jedes Mitglied nimmt nicht nur, sondern gibt auch aktiv etwas zurück. In einer Community fühlen sich die Mitglieder zugehörig und geschätzt. Sie unterstützen sich gegenseitig und wachsen gemeinsam.
Den ganzen Talk findest Du auf Spotify.



